Checkliste: 20 Dinge, die du vor dem Go-live testen solltest

Der Go-live deiner digitalen Speisekarte ist ein bisschen wie die Eröffnung eines neuen Gastraums: Auf dem Papier ist alles fertig, aber in der Realität entscheidet sich innerhalb weniger Sekunden, ob sich Gäste wohlfühlen oder ob sie stolpern. Und beim QR-Menü stolpert man nicht über Teppichkanten, sondern über Kleinigkeiten: ein QR-Code, der im Abendlicht zickt, ein Link, der einmal zu oft umleitet, ein Bild, das ewig lädt, oder ein Allergenhinweis, der irgendwo versteckt ist.

Diese Checkliste ist bewusst praktisch. Nicht als „IT-Projekt“, sondern als schnelle Qualitätsrunde, die du wirklich machst, bevor du Sticker druckst und Tischaufsteller verteilst. Wenn du nur 20 Minuten Zeit hast, geh sie einmal durch. Wenn du 60 Minuten hast, mach sie mit zwei unterschiedlichen Handys und einmal bei Tageslicht, einmal bei Kunstlicht. Und wenn du ganz smart sein willst: Lass eine Person testen, die dein Menü noch nie gesehen hat – die findet die echten Haken am schnellsten.

So benutzt du die Liste, ohne dich zu verlieren

Ein QR-Code ist nur dann „gut“, wenn er Gäste ohne Nachdenken zur richtigen Seite bringt. Genau deshalb ist die Reihenfolge hier wichtig: erst Zugang (Scan & Link), dann Bedienbarkeit (Mobile-UX), dann Inhalte (Menülogik & Pflichtinfos), dann Technik (Performance & Stabilität), und zum Schluss der Betrieb (Team & Updates). QR-Codes funktionieren am besten, wenn sie eine klare Erwartung setzen und direkt zu einer passenden Zielseite führen – ohne Umwege.

Die 20 Go-live-Checks

A) QR-Code & Link: Der Einstieg muss im ersten Versuch sitzen

  1. Scan-Test mit 3 Geräten: Mindestens iPhone + Android + ein älteres Gerät. Ein QR-Menü muss nicht nur auf dem neuesten Flaggschiff gut sein, sondern auf dem Gerät, das Gäste wirklich in der Tasche haben.

  2. Scan-Test in echter Umgebung: Teste an einem Tisch, wo später wirklich gescannt wird: Spiegelungen, Kerzenlicht, Sonneneinstrahlung, Abstand, Blickwinkel. Viele Probleme sind „Lichtprobleme“, keine „QR-Probleme“.

  3. QR-Code führt direkt zum Menü: Kein Umweg über Homepage, kein „Bitte wählen Sie erst…“, kein extra Klick. Je direkter die Landung, desto höher die Nutzungsquote.

  4. Link ist kurz und stabil: Lange Links machen QR-Codes dichter und damit potenziell empfindlicher im Druck. Wenn du kürzen musst, nutze eine Lösung, die du langfristig kontrollierst (damit der Link nicht plötzlich „weg“ ist).

  5. HTTPS & keine Warnmeldungen: Wenn das Handy „Nicht sicher“ signalisiert, verlierst du Vertrauen, bevor überhaupt ein Gericht auftaucht.

B) Mobile-UX: Gäste scannen mit einer Hand – dein Menü muss das verstehen